Gesundheit und Wertschätzung durch betriebliche Gesundheitsförderung

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) stellt Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeiter in den Mittelpunkt und legt so den Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen. Egal ob Yoga-Kurs, Ernährungsschulung oder Spendenlauf – betriebliche Gesundheitsförderung ist eigentlich immer eine Win-Win-Situation: Für den Angestellten, für den Arbeitgeber und letztendlich auch für die Gesellschaft. Denn es gilt der Spruch: Gesunde Mitarbeiter kosten Geld, kranke Mitarbeiter ein Vermögen.

BGF passt in jedes Unternehmen

Jedes Unternehmen, ob multinationaler Konzern oder kleiner Familienbetrieb, profitiert von gesundheitsfördernden Maßnahmen am Arbeitsplatz. Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung und kurze Entspannungssessions zum Stressabbau am Arbeitsplatz sind auch in kleinen Unternehmen problemlos umsetzbar. Wichtig ist, dass die angestrebten Maßnahmen individuell auf das Unternehmen zugeschnitten sind. So ist in einem Unternehmen mit 25 Mitarbeitern, von denen zwei Rauchen sind, ein Präventionstag, der sich mit den gesundheitsschädlichen Folgen des Rauchens beschäftigt, sicher wenig sinnvoll. In einem Unternehmen mit vielen Rauchern können Maßnahmen zur Prävention dagegen sinnvoll sein. Es kommt also immer auf den Einzelfall an.

Welche Vorteile hat betriebliche Gesundheitsförderung?

Gesunde Mitarbeiter

Betriebliches Gesundheitsförderung wirkt sich erwiesenermaßen auf die Krankenstände in einem Unternehmen aus. Studien zeigen, dass sich die Zahl der Krankschreibungen durch kluge Maßnahmen zur Gesundheitsförderung um 25 Prozent reduzieren lässt. Aber nicht nur die Krankenstände, sondern auch die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Belegschaft steigen.

Identifikation mit dem Unternehmen

Wer arbeitet nicht gerne in einem Unternehmen, dass nach Möglichkeiten sucht, seinen Angestellten in Sachen Gesundheit unter die Arme zu greifen. Durch die richtigen Maßnahmen identifiziert sich die Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. Das motiviert beim Arbeiten, verhindert die Abwanderung von Fachkräften und stärkt die Marke in der Außenwahrnehmung. So können sich Unternehmen auch für neue Bewerber attraktiv machen. (1)

Finanzielle Einsparungen

Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung lohnen sich finanziell. Verschiedene Studien kommen zu einen Return of Investment (ROI) von 2,7 bis 16 für jeden investierten Euro. Betriebliche Gesundheitsförderung ist also keine bloße Nettigkeit von Seiten des Arbeitgebers, sondern eine wichtige Investition in ein Unternehmen. (1)

Die großen Unternehmen machen es vor

Ob Facebook, VW, Apple, SAP oder Google – Fast alle großen Unternehmen haben die Wichtigkeit von betrieblicher Gesundheitsförderung erkannt und lassen sich die Gesundheit ihrer Angestellten einiges an Aufwand und Geld kosten.

Verdeutlichen lässt sich dies exemplarisch am Beispiel von Facebook. Pro Mitarbeiter und Jahr stellt Facebook ein Budget von 720 Euro für Wellness und Sportangebote zur Verfügung. Dabei hinaus hat das Unternehmen das umfangreiche Mental-Health-Angebot Lyra ins Leben gerufen. Mitarbeiter können in diesem Programm pro Jahr bis zu 25 Stunden Psychotherapie oder Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Das Unternehmen bietet Mitarbeitern außerdem die Möglichkeit, ihren Arbeitsplatz von einem Betriebsarzt optimal einstellen zu lassen. (2)

BGM oder BGF – Wo liegt der Unterschied?

Betriebliche Gesundheitsförderung ist nur ein Teil des umfangreichen Gebiets des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). BGM umfasst neben der Betrieblichen Gesundheitsförderung außerdem noch die Bereiche Arbeitsmedizin und betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM). Die Aufgabe des BGM ist es, diese verschiedenen Teilbereiche zu betreuen und Strukturen in einem Gesamtkonzept zu vernetzen. BGM ist also – wie der Name schon sagt – eine Managementaufgabe.

Was beinhaltet die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)?

 

Die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) als Teilbereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) setzt sich aus Maßnahmen aus der Verhaltens- und Verhältnisebene zusammen. (3)

Die Verhältnisebene

Maßnahmen auf der Verhältnisebene betreffen zum Beispiel Arbeitszeiten, die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes, sowie alle Arbeitsabläufe und Prozesse im Unternehmen.

Die Verhaltensebene

Auf der Verhaltensebene werden gezielte Maßnahmen umgesetzt, die aktiv auf das Verhalten der Mitarbeiter einwirken. Darunter fallen zum Beispiel Sportangebote oder Entspannungskurse.

Digitale Stressprävention am Arbeitsplatz

 

Insbesondere die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig Maßnahmen zu Stressbewältigung und Resilienz in der Arbeitsumgebung sind. Viele Arbeitnehmer mussten in dieser Zeit ins Homeoffice wechseln, nebenbei noch die Kinder betreuen oder mit einer unzureichenden Arbeitsausstattung am heimischen Schreibtisch zurechtkommen. Es ist zu erwarten, dass sich auch nach der Pandemie Arbeit in vielen Bereichen zunehmend ins Homeoffice verlagert. In einer solchen Situation sind herkömmliche Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung nur schwer umzusetzen.

Deshalb werden neue Konzepte für gesundheitsfördernde Maßnahmen und Stressabbau am Arbeitsplatz benötigt, die dem modernen agilen Arbeitsumfeld gerecht werden. Bewährt haben sich in dieser Hinsicht besonders digitale Angebote in Form von Online-Kursen oder Apps, die von Arbeitnehmern auch bequem von Zuhause genutzt werden können.

sonamedic – Die BGF-Maßnahme für Entspannung, Fokus und Resilienz

Mit der sonamedic App bieten wir die ideale Lösung für Stressprävention und Schaffensfreude in einer dynamischen und agilen Arbeitswelt. Egal ob im Büro, im Homeoffice oder als Teil der Freizeitgestaltung. Die stimmungsvollen Klangsessions von sonamedic helfen beim Entspannen, Fokussieren und Einschlafen. Auf der Seite Für Unternehmen findest du weitere Informationen, wie du sonamedic als BGF-Maßnahme in deinem Gesundheitskonzept integrieren kannst.

Qualifizierte Führungskräfte

 

Die Fähigkeit der Führungskräfte in einem Unternehmen ist ein wichtiger Faktor für Stressbelastung und Betriebsklima. Von einer guten Führungspersönlichkeit hängt entscheidend ab, wie motiviert die Mitarbeiter sind, welches Miteinander im Unternehmen herrscht und wie mit Problemen umgegangen wird. Eine Führungskraft sollte anerkennend und wertschätzend mit Mitarbeitern umgehen, Kritik und Verbesserungsvorschläge richtig vermitteln und klare Anforderungen vorgeben.

In einem durchschnittlichen Unternehmen arbeitet sich ein Sachbearbeiter langsam zur Führungskraft hoch. Er verrichtet immer weniger Sacharbeit und übernimmt Stück für Stück mehr Personalverantwortung. Das Problem: Führungskraft zu sein liegt nicht jedem im Blut. Deshalb sollten Führungskräfte nicht einfach von heute auf morgen Personalverantwortung übertragen bekommen, sondern gezielt für ihre Rolle geschult werden. In kleinen Unternehmen ist zumindest eine Sensibilisierung der Führungsebene notwendig, in größeren Unternehmen kann beispielsweise ein Mentor-Programm installiert werden. Erfahrene Führungskräfte greifen hier neuen Führungskräften unter die Arme.

In vier Schritten zu deinem erfolgreichen BGM-Konzept

Schritt 1: Analysiere dein Unternehmen

Es ist von äußerster Wichtigkeit dein Unternehmen genau zu analysieren. Wo liegen die Probleme? Musst du vielleicht Grundlegend an der Struktur deines Unternehmens etwas verändern anstatt nur Symptome zu bekämpfen? Was wünschen sich deine Mitarbeiter und welche Zielgruppe möchtest du in deinem Unternehmen besonders fördern?

Für diesen Schritt kannst du dir auch Unterstützung von Krankenkassen holen. Krankenkassen helfen mit ihrer Expertise gerne bei der praktischen Durchführung einer Evaluation deines Unternehmens. Manchmal braucht es auch einfach einen Blick von außen, um Probleme zu erkennen.

Schritt 2: Plane deine BGF-Maßnahmen sorgfältig

Um deine Analyse in ein stimmiges Konzept zu überführen, solltest du Ziele festlegen, die du durch die Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung erreichen möchtest. Hier wird zwischen weichen und harten Zielvorgaben unterschieden.

Weiche Ziele könnten beispielsweise ein verbessertes Unternehmensklima oder mehr Bewegung im Unternehmensalltag sein. Harte Ziele dagegen weniger Rückenprobleme und geringere Fehlzeiten. Denke daran, dass das Umsetzen eines BGM Konzepts ein anhaltender Prozess ist, in dem sich ein Unternehmen kontinuierlich neuen Begebenheiten anpassen muss.

Schritt 3: Setzte dein BGM-Konzept um

Setze auf Basis deiner Analysen sinnvolle strukturelle Veränderungen in deinem Unternehmen um.  Du solltest außerdem einen guten Mix aus BGF-Maßnahmen auf der Verhaltens- und auf der Verhältnisebene anbieten. Schaffe Anreize, damit die Maßnahmen auch angenommen werden.

Schritt 4: Evaluiere dein BGM Konzept

Sind alle Maßnahmen erfolgreich implementiert, solltest du dein BGM Konzept evaluieren. Welche Maßnahmen sind gut angekommen, wo sehen deine Mitarbeiter Verbesserungsbedarf, an welchen Stellen kann dein Konzept vielleicht noch optimiert werden? So kannst du bei zukünftigen BGF-Maßnahmen schon auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen. (1)

Stolpersteine in der betrieblichen Gesundheitsförderung

Bei Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung sollte der Spaß im Vordergrund stehen. Niemand hat Lust kurz vor Feierabend noch ein trockenes theoretisches Seminar zu besuchen. Suche deshalb die richtigen Trainer und Angebote aus, damit deine BGF-Maßnahme zum Erfolg führt.

Achte darauf, das Programm zum betrieblichen Gesundheitsmanagement abwechslungsreich zu gestalten. Erfahrungsgemäß nimmt das Interesse an einem Angebot mit der Zeit ab. Wenn das passiert, biete Alternativen an! (4)

Quellen:

[11]Corpus Modum: You Tube Video: Betriebliche Gesundheitsförderung Basics | In fünf Schritten zu gesunden Mitarbeitern , 03.07.2018, online.

[2] Corpus Modum: You Tube Video: 5 außergewöhnliche Best Practice Beispiele in der betrieblichen Gesundheitsförderung, 04.10.2018, online.

[3] Gesundheitsmanagement24.de: Praxisleitfaden betriebliches Gesundheitsmanagement, online.

[4] Corpus, Modum Der Gesundheitstag | 27 Dinge, die du wissen solltest | Betriebliche Gesundheitsförderung, 11.12.2018, online.

 

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